Freitag, 26. Dezember 2014

Rotschwanzhörnchen - Sciurus granatensis - Ardilla común, im Norden Venezuelas

Aktualisiert am: 26.12.2014

Diese Eichhörnchenart habe ich schon vor Jahren in Montalbán (Carabobo) gesehen, aber damals nur ein schlechtes Foto machen können. Diesmal war es einfacher. Es saß in einer Palme und knabberte an etwas herum.


 
Es folgt der Steckbrief:

Montag, 22. Dezember 2014

15. Geburtstag - Quinciañera in Venezuela

Aktualisiert: 22.12.2015

Bisher habe ich eine Quinciañera,  also den 15. Geburtstag in meiner zweiten Familie in Venezuela immer verpasst. Nun ist es wieder soweit, ein 15. Geburtstag eines Mädchens wird gefeiert.

Wir haben alle schon im Mai angefangen zu planen, die Form der Torte auszusuchen und die Farbe der Dekoration und des Kleides festzulegen.


Das Mädchen hat sich Violett als Farbe gewünscht, also ist die Dekoration darauf abgestimmt, die Torte war dreistöckig und mit violetten Zuckerblumen bestückt worden.




Dienstag, 16. Dezember 2014

Giftige Schmetterlingsraupe - Megalopygne lanata - Gusano pollo, auf Guave (Psidium guajava)

Aktualisiert: 16.12.2014

Gleich am Haus auf einem Haufen Baustellensand hat sich erfolgreich vor drei Jahren ein Guavenbaum (Psidium guajava) entwickelt der nun in diesem Jahr zum ersten Mal Früchte trägt.

Vor einigen Tagen habe ich auf diesem Baum eine Schmetterlingsraupe entdeckt, die die Blätter stark dezimierte. An einem Tag wurden drei große Blätter gefressen. Nach Recherche konnte ich die Art als Megalopygne lanata (Stoll, 1780) identifizieren. Die Raupe besitzt sehr lange Borsten (Setae), die zu schweren Hautverbrennungen führen können.



Es folgt eine Kurzbeschreibung mit weiteren Fotos:

Dienstag, 9. Dezember 2014

Einreise November 2014

Aktualisiert: 09.12.2014
 

Einreise-, Ausreisebedingungen

Paris, Nebel 10 Grad

Nach einem halben Jahr (180 Tage) außerhalb Venezuelas bin ich mit dem Flugzeug (diesmal wieder mal Air France mit einem super witzigen Steward) pünktlich in Maiquetía gelandet.

Bei der Einreise, nachdem meine Visaverlängerungen aus dem letzten Jahr im Pass durchgesehen wurden, wurde ich streng angesehen und musste die Unterlagen für meinen Rückflug im Mai vorlegen! Seit den letzten zwei Jahren wird stark kontrolliert, ob man auch nicht einen Tag zu früh, also genau nach 180 Tagen wieder einreist. Früher ist man nach einem halben Jahr einfach für ein paar Tage in ein Nachbarland gefahren und hatte bei erneuter Einreise in Venezuela wieder das Turistenvisum, dass für drei Monate gilt (offiziell sind es 90 Tage) und dass man dann pünktlich einen Tag vor Ablauf des Visums bei einem SAIME-Büro verlängern konnte. Die Visumsverlängerung nach drei Monaten gibt es noch, aber nach 180 Tagen in Venezuela MUSS man ausreisen und darf erst wieder nach weiteren 180 Tagen zurück kommen. Nach meiner Erfahrung zählt hier niemand Tage, meist rechnen sie hier mit Monaten, aber um sicher zu sein zähle ich selbst die Tage (den Februar beachten!). Die Gesetze dazu haben sich in der Zwischenzeit nicht geändert, die Anwendung der Gesetze hat sich geändert.

Übrigens muss man auch nach dem Landen nochmal alle seine Koffer und Taschen scannen lassen.

PS: Übergepäck bei Air France wird genau genommen und ist am Flughafen extrem teuer also besser vorher gleich online mit buchen.

Dienstag, 3. Juni 2014

Ladekabel von Dell die Dritte (3/3): Paket in Venezuela von der Post abholen

Aktualisiert: 03.06.2014

In einem Artikel vom September 2013 habe ich über mein kaputtes Ladekabel von Dell berichtet, das mir nicht möglich war in Venezuela zu bekommen: http://humboldtina-venezuela.blogspot.com/2013/09/abenteuer-ersatzteilsuche-fur-dell.html

Und nun 2014 ging die Geschichte weiter.
Im Dezember, ich war schon wieder hier in Venezuela, kam dann endlich das Kabel plus ein neues Akku (stärker) in Deutschland an. Um es nicht mit der Weihnachtspost zu verlieren hat mir mein Bruder das Teil dann am 22. Januar geschickt. Gleich danach bin ich hier zur Post gegangen um dort bescheid zu sagen, dass ich ein Paket erwarte (dann bekommt man eine SMS, wenn's da ist) und stand vor verschlossener Tür mit einem Hinweis von der Kriminalpolizei: die CIPIC hätte das Lokal durchsucht. Häää???

Die Post, drei Angestellte in einem Raum mit Trennwand war ausgeraubt worden (nicht zum ersten Mal). Kein Mensch war zu sehen. Ich fragte Nachbarn, was denn nun sei, ob die nun woanders arbeiten würden, wann sie neu aufmachen würden. Keiner wusste was, allerdings gab es eine Menge Tipps: ich solle es in Valencia versuchen.

Der Paket-Nachverfolgung konnte ich entnehmen, dass das Paket Frankfurt am 27. Januar verlassen hat, dann wurde lapidar mitgeteilt, dass Venezuela nicht an der Nachverfolgung von Paketen teilnimmt. Super.

Aus Erfahrung weiß ich, dass so ein Paket bis zu sechs Wochen unterwegs sein kann und es auch meistens so ist.
Also bin ich Ende Februar wieder hingegangen, sie arbeiteten wieder! Ich wurde schon laut begrüßt, ich sei ja verschollen gewesen und konnte zumindest eine Einladung zur Hochzeit von einer Freundin entgegen nehmen. Und das Paket? Ja das sei da, aber ich müsse es in Valencia beim Zoll abholen. Ich bekam einen großen Zettel auf dem mein Name so falsch geschrieben stand, dass meine Freundin später schallend lachte. Der Absender des Pakets war ganz einfach mit dem Vornamen meines Bruders eingetragen, ohne Nachname, keine Adresse - ok. Zum Glück war auch der Name meiner Freundin angegeben.

Dann kam es: um das Paket beim Zoll abzuholen sollte ich folgende Unterlagen einreichen:
2 Kopien meines Passes
Das Original des Zettels
2 Kopien des Zettels
2 Kopien meiner Steuernummer (RIF)
0,25 Unidades Tributaria (das sind Steuermarken)
1 Briefmarke mit dem Wert von 0,9 BsF.

Steuernummer????, hat ein Tourist nicht, also habe ich noch
2 Kopien des Personalausweises meiner Freundin
2 Kopien ihrer Steuernummer besorgt.

Dann habe ich mir für Donnerstag ein Taxi bestellt, da der Zoll irgendwo versteckt beim Flughafen in Valencia ist. Zum Glück wusste der Taxifahrer Bescheid und hatte Geduld, denn nun ging es richtig los:



Zunächst war vor mir nur eine andere Kundin und ich hatte Glück und die Post zusammen mit dem Zoll arbeiteten schon ab 8:00 morgens. Ich gab meine Zettel ab und mein Paket (Päckchen) wurde gesucht und gefunden. Dann erklärte ich, dass es mein Paket sei und ich als Tourist keine Steuernummer hätte. Also benötigte ich all die anderen Kopien meiner Freundin. Nachdem ich 50 BsF für die Steuermarken und die Briefmarke bezahlt hatte, bemerkten sie dass die Autorisation meiner Freundin fehlte. Ich erklärte, dass ich 2 Autostunden entfernt wohnen würde und bei meiner Post das Paket ja nicht empfangen dürfte und daher mit einem teuren Taxi gekommen wäre und ob ich nun nochmal kommen müsse (war innerlich schon bereit alles nach Deutschland zurückschicken zu lassen, da ich ohnehin in wenigen Monaten zurückfliegen muss). Also berieten sie sich kurz und gaben mir einen leeren Zettel und diktierten mir die Autorisation, die ich mit dem Namen meiner Freundin unterschrieb. Soweit der erste bürokratische Teil.

Es wurde vom Zöllner und dem Postbeamten unter meiner Beobachtung nun das Paket geöffnet und die Teile begutachtet, ja das Kabel und das Akku waren drin. Jetzt musste ich warten, bis der Zollbeamte den Vorgang in seinen Computer eintippte und mir eine Zollrechnung ausdruckte (2 mal). Die musste ich unterschreiben, diesmal mit meinem Namen. Wie er auf den Betrag gekommen ist, war nicht ersichtlich. Dann gab er beide unterschriebenen Kopien an eine Kollegin weiter, die die Angaben auf dem Schreiben in ihren Computer eintippte und mir ACHT Kopien ausdruckte. Ich bekam einen kleinen Zettel dazu, Kontonummer und den Betrag von 3,18 BsF. Bearbeitungsgebühr, die ich extra zu entrichten hätte. Damit schickte man mich zur Bank. Die öffnete aber erst um 9:30. Aber der bisherige Arbeitsaufwand war schon so beträchtlich gewesen, dass ich nicht so lange warten musste bis die Bank öffnete. Allerdings war Schlange stehen angesagt. Ich bezahlte die Zollrechnung von 115,78 und die Bearbeitungsgebühr, der Name meiner Freundin musste genannt werden, bezahlen durfte ich. Dann wurden die acht Kopien mit Kopierpapier bei der Bank in eine Maschine gesteckt, die die Überweisung der Zollrechnung durchdrückte. Die Bank behielt dann 6 Kopien (Was die damit wohl machen?) und gab mir zwei Kopien mit dem gelben Formular der zweiten Überweisung von den 3,18 wieder mit. Damit ging ich nun zur Post/Zoll zurück. Die gaben mir ein Exemplar der Zettel und dann endlich mein Paket. Die ganze Prozedur dauerte zwei Stunden obwohl wir nur zwei Kunden waren. Während einer arbeitete, guckten die anderen in die Luft.

Und dass Beste: auf meinem Durchschlag (einer von 8 Kopien) von der Bank war der Durchdruck gar nicht lesbar.

Canaima (3/3) - Salto Angel 17.+18.02.2014

Aktualisiert: 03.06.2014

Erst um 9 Uhr morgens bei Wassertiefstand fuhren wir mit dem Boot in Richtung Salto Angel. Für diese Tour hatte man uns noch zwei weitere Personen dazu gesellt. Die Rentnergruppe hatte sich von den Beschwerlichkeiten der Reise nicht abhalten lassen. Insgesamt waren wir 10 Passagiere und zusätzlich den zwei Besatzungsmitgliedern und dem Tour-Guide, also 13 Personen.


 
Das Boot fuhr uns ca. 15 Minuten zu einem Trampelpfad am Ufer. Von dort liefen wir etwa eine halbe Stunde lang bis zu einem weiteren Strand. Auf dem Weg gab es einen Kiosk und uns wurde empfohlen dort etwas zu kaufen, da wir danach keine Gelegenheit mehr dazu hätten.
Dann wurden wir wieder von dem selben Boot abgeholt und es ging etwa eine halbe Stunde den Fluss hinauf. Da der Fluss nicht genug Wasser führte, mussten wir zwischendurch aussteigen, auch mal schieben, um das Boot über die flachen Stellen zu führen. Das fand ich ganz gut. Die alten Damen konnten aber nicht so schnell aussteigen und wurde dann geschoben. An einer ganz besonders flachen Stelle stiegen wir dann alle aus. Nur die Mannschaft versuchte nun das Boot über die flache Stelle zu steuern.


An dieser Stelle und in diesem Moment setzte der Motor auf und ging kaputt und die Besatzung kehrte allein zurück nach Canaima um die Ersatzteile zu besorgen und zu montieren.

Freitag, 11. April 2014

Canaima (2/3) - Flug und Ausflug in die Lagune 16.02.2014-17.02.2014

Aktualisiert: 11.04.2014

Ich war einen Tag vor dem Flug mit dem Bus nach Ciudad Bolivar angereist, war um sieben Uhr morgens angekommen. Bis meine Freunde aus Puerto Ordaz nach Ciudad Bolivar kamen, musste ich noch bis zum Nachmittag warten.


Stadtverwaltung
Im Internet hatte ich von dem historischen Zentrum Ciudad Bolivars gelesen und eine Posada im kolonialen Stil herausgesucht. Dorthin ließ ich mich mit einem Taxi fahren und fragte, ob ich dort meine Sachen für ein paar Stunden lassen konnte und auf die Toilette gehen könnte. Das ging. Die "Posada Don Carlos" liegt in der "Calle Boyaca", die parallel zur Plaza Bolivar verläuft.


Es war Sonntag und totenstill, kaum Menschen auf der Straße kein Geschäft war offen, Restaurants und Cafés inklusive. So bin ich ein bisschen durch das Zentrum gelaufen.