Aktualisiert: 13.01.2016
Dieser Baum hat spektakuläre pinkfarbene Blüten. Während der Blüte überdecken die fallenden Blütenblätter den Boden unter dem Baum.
Es folgt der Steckbrief:
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Mittwoch, 13. Januar 2016
Dienstag, 7. Juli 2015
Abenteuertour ins Orinoco-Delta, Delta Amacuro, Tucupita (2/2) 25.4.-29.4.2015
Aktualisiert: 07.07.2015
In der Nacht war das "Campamento" mit Kerosinlampen erleuchtet. Ich hörte beim Einschlafen ein Geräusch (raschelnde Plastiktüten) und sah im Lampenschein ein Tier. So groß wie ein großes Meerschweinchen. Im Halbschlaf sah ich nicht so viel, die Kopflampe hatte ich irgendwo verstaut, die Kamera auch. Nach einer Zeit stand ich auf und suchte in Erinnerung und im Dunkeln tapsend meinen Rucksack, darin die Kopflampe. Als ich das Tier anstrahlte, hatte es den Kopf in den Korb mit den Früchten gesteckt. Die schützende Plastiktüte hatte es aufgerissen. Mit dem Licht erleuchtet, blieb es aber ganz ungerührt, ließ sich nicht stören und fraß weiter. Wir mussten aufstehen um es vom Tisch zu schubsen. Es war ein Opposum, hier im Delta Manicu oder Rabipelado genannt. Es war ein noch junges Tier. Hinterher habe ich mich geärgert kein Foto gemacht zu haben.
Vor einigen Jahren erzählte mir jemand in Caracas, dass es dort auch in der Innenstadt Opossums geben würde. Die Besitzerin eines Kiosks wollte jemanden finden, die es töten, weil die Tiere nachts in den Kiosk einbrachen und die Süßigkeiten auffraßen.
An nächsten Morgen fuhren wir früh mit den Kanu durch die kleinen Caños. Wir hörten die Brüllaffen (Aluatta macconnelli) zwar, aber sahen sie nicht. Eine Rotte Kapuzineraffen (Cebus olivaceus) streiften laut durch den Wald, da ich aber aus Vorsicht die Nikon nicht mitgenommen hatte, wurden die Fotos nichts. Da ich aber im engen Kanu ein gutes Gleichgewicht hatte, habe ich die Nikon bei den anderen Touren mit dem Kanu dann später doch mitgenommen. Der Wasserstand war niedrig, so hätten wir mit dem Boot nicht fahren können.
Übrigens ist das Wasser noch deutlich salzig, trotzdem wir noch weit vom Meer entfernt waren. Eine Ebbe und Flut sind sichtbar.
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2. Teil
(hier erster Teil)In der Nacht war das "Campamento" mit Kerosinlampen erleuchtet. Ich hörte beim Einschlafen ein Geräusch (raschelnde Plastiktüten) und sah im Lampenschein ein Tier. So groß wie ein großes Meerschweinchen. Im Halbschlaf sah ich nicht so viel, die Kopflampe hatte ich irgendwo verstaut, die Kamera auch. Nach einer Zeit stand ich auf und suchte in Erinnerung und im Dunkeln tapsend meinen Rucksack, darin die Kopflampe. Als ich das Tier anstrahlte, hatte es den Kopf in den Korb mit den Früchten gesteckt. Die schützende Plastiktüte hatte es aufgerissen. Mit dem Licht erleuchtet, blieb es aber ganz ungerührt, ließ sich nicht stören und fraß weiter. Wir mussten aufstehen um es vom Tisch zu schubsen. Es war ein Opposum, hier im Delta Manicu oder Rabipelado genannt. Es war ein noch junges Tier. Hinterher habe ich mich geärgert kein Foto gemacht zu haben.
Vor einigen Jahren erzählte mir jemand in Caracas, dass es dort auch in der Innenstadt Opossums geben würde. Die Besitzerin eines Kiosks wollte jemanden finden, die es töten, weil die Tiere nachts in den Kiosk einbrachen und die Süßigkeiten auffraßen.
An nächsten Morgen fuhren wir früh mit den Kanu durch die kleinen Caños. Wir hörten die Brüllaffen (Aluatta macconnelli) zwar, aber sahen sie nicht. Eine Rotte Kapuzineraffen (Cebus olivaceus) streiften laut durch den Wald, da ich aber aus Vorsicht die Nikon nicht mitgenommen hatte, wurden die Fotos nichts. Da ich aber im engen Kanu ein gutes Gleichgewicht hatte, habe ich die Nikon bei den anderen Touren mit dem Kanu dann später doch mitgenommen. Der Wasserstand war niedrig, so hätten wir mit dem Boot nicht fahren können.
| Kleiner Caño im Delta des Orinoco. |
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Montag, 25. Mai 2015
Abenteuertour ins Orinoco-Delta, Delta Amacuro, Tucupita (1/2) 25.4.-29.4.2015
Aktualisiert: 25.05.2015
Seit Jahren fasziniert mich das Orinoco-Delta und ich versuche immer mal wieder eine Tour dorthin zu machen. Vom 25.4 bis 29.4.2015 habe ich mich wieder auf den Weg gemacht.
Nachdem ich den Nachtbus von Maracay aus genommen hatte, dann mit dem Taxi (Collectivo, Carrito) nach Tucupita gefahren bin, habe ich noch einen Tag in einem Hotel eingeplant um etwas zu entspannen.
Am nächsten Tag traf ich mich mit den Veranstaltern (die ich inzwischen gut kenne) und wir packten alles Nötige zusammen und trafen uns mit dem Besitzer des Bootes am Malecón. Dann ging es mit dem Boot über den Caño Manamo los. Es ist ein doch recht breiter Fluss, der stark befahren ist, weil hier das Wasser nicht so stark der Ebbe und Flut unterworfen ist wie in den kleinen Caños (Flüssen).
Auf dem Manamo kann man häufig rote Brüllaffen (Aluatta macconnelli) sehen und fotografieren, das ist in den kleineren Caños schwieriger bis unmöglich. Ihr Brüllen ist weit zu hören, in der Dämmerung grenzen sie so ihre Reviere ab.
Wir besuchten die Oma eines Neffen, pflückten dort Limonen und mir wurde eine kleine Kakaopflanze geschenkt. Danach ging es weiter auf dem Manamo.
Seit Jahren fasziniert mich das Orinoco-Delta und ich versuche immer mal wieder eine Tour dorthin zu machen. Vom 25.4 bis 29.4.2015 habe ich mich wieder auf den Weg gemacht.
Nachdem ich den Nachtbus von Maracay aus genommen hatte, dann mit dem Taxi (Collectivo, Carrito) nach Tucupita gefahren bin, habe ich noch einen Tag in einem Hotel eingeplant um etwas zu entspannen.
Am nächsten Tag traf ich mich mit den Veranstaltern (die ich inzwischen gut kenne) und wir packten alles Nötige zusammen und trafen uns mit dem Besitzer des Bootes am Malecón. Dann ging es mit dem Boot über den Caño Manamo los. Es ist ein doch recht breiter Fluss, der stark befahren ist, weil hier das Wasser nicht so stark der Ebbe und Flut unterworfen ist wie in den kleinen Caños (Flüssen).
Auf dem Manamo kann man häufig rote Brüllaffen (Aluatta macconnelli) sehen und fotografieren, das ist in den kleineren Caños schwieriger bis unmöglich. Ihr Brüllen ist weit zu hören, in der Dämmerung grenzen sie so ihre Reviere ab.
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| Guayana-Brüllaffe, Araguato (Aluatta macconnelli) |
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Standort:
Tucupita, Venezuela
Samstag, 21. Februar 2015
Parinari pachyphylla - Merecure montañero, Futter für Fledermäuse
Aktualisiert: 02.03.2015
Im Januar sind die Früchte des Merecure-Baumes (Parinari pachyphylla) reif. Das weiß ich deshalb so genau, weil jeden Abend die Fledermäuse diese Früchte auf das Dach fallen lassen, von wo sie dann in den Hof rollen. Ein bisschen angefressen bleiben die Früchte nicht lange am Boden liegen.
Die Hunde benagen sie, so dass nur noch der Kern übrig bleibt. Die Früchte haben nicht wirklich viel Fruchtfleisch (2-3mm dick) und es ist auch noch grün, aber sie riechen aromatisch.
So sammeln sich die Kerne im Hof. Die Kerne selbst sind unheimlich hart. Man kann sie nicht mit einem Messer zerteilen und die Hunde können sie nicht zerbeißen. Ich habe sie mit dem Hammer zerteilt um mir die Samen ansehen zu können. Überraschenderweise sind die zwei Samen von vielen, dicht gepackten braunen Haaren umhüllt (Samenschale). Der Samen selbst ist fleischig, weiß. Der Kern ähnelt in seiner Beschaffenheit etwas dem Pfirsichkern, hat aber keine Rille an der sich der Kern öffnet wie beim Pfirsich.
Der Baum ist sehr alt, ca. 30m hoch und steht auf der anderen Seite des kleinen Flusses. Seine Äste ragen bis auf die andere Seite und er spendet viel Schatten. Er trägt eine Unmenge an Früchten.
Der Baum gehört in die Familie der Goldpflaumengewächse (Chrysobalanaceae). In Venezuela kommen ungefähr fünf Gattungen vor. (4)
Für die weitere Bestimmung muss man sich durch die Herbar-Exemplare kämpfen, die teilweise online einsehbar sind.
Es folgt der Steckbrief:
Im Januar sind die Früchte des Merecure-Baumes (Parinari pachyphylla) reif. Das weiß ich deshalb so genau, weil jeden Abend die Fledermäuse diese Früchte auf das Dach fallen lassen, von wo sie dann in den Hof rollen. Ein bisschen angefressen bleiben die Früchte nicht lange am Boden liegen.
| Früchte des Parinari pachyphylla |
| Blätter von Parinari pachyphylla |
Die Hunde benagen sie, so dass nur noch der Kern übrig bleibt. Die Früchte haben nicht wirklich viel Fruchtfleisch (2-3mm dick) und es ist auch noch grün, aber sie riechen aromatisch.
| Von Fledermäusen angefressene Früchte des Parinari pachyphylla |
So sammeln sich die Kerne im Hof. Die Kerne selbst sind unheimlich hart. Man kann sie nicht mit einem Messer zerteilen und die Hunde können sie nicht zerbeißen. Ich habe sie mit dem Hammer zerteilt um mir die Samen ansehen zu können. Überraschenderweise sind die zwei Samen von vielen, dicht gepackten braunen Haaren umhüllt (Samenschale). Der Samen selbst ist fleischig, weiß. Der Kern ähnelt in seiner Beschaffenheit etwas dem Pfirsichkern, hat aber keine Rille an der sich der Kern öffnet wie beim Pfirsich.
| Geöffneter Kern von Parinari pachyphylla (braune, feinfaserige Samenschale) |
Der Baum ist sehr alt, ca. 30m hoch und steht auf der anderen Seite des kleinen Flusses. Seine Äste ragen bis auf die andere Seite und er spendet viel Schatten. Er trägt eine Unmenge an Früchten.
Der Baum gehört in die Familie der Goldpflaumengewächse (Chrysobalanaceae). In Venezuela kommen ungefähr fünf Gattungen vor. (4)
- Couepia
- Exellodendron
- Hirtella
- Licania und
- Parinari
Für die weitere Bestimmung muss man sich durch die Herbar-Exemplare kämpfen, die teilweise online einsehbar sind.
Es folgt der Steckbrief:
Dienstag, 16. Dezember 2014
Giftige Schmetterlingsraupe - Megalopygne lanata - Gusano pollo, auf Guave (Psidium guajava)
Aktualisiert: 16.12.2014
Gleich am Haus auf einem Haufen Baustellensand hat sich erfolgreich vor drei Jahren ein Guavenbaum (Psidium guajava) entwickelt der nun in diesem Jahr zum ersten Mal Früchte trägt.
Vor einigen Tagen habe ich auf diesem Baum eine Schmetterlingsraupe entdeckt, die die Blätter stark dezimierte. An einem Tag wurden drei große Blätter gefressen. Nach Recherche konnte ich die Art als Megalopygne lanata (Stoll, 1780) identifizieren. Die Raupe besitzt sehr lange Borsten (Setae), die zu schweren Hautverbrennungen führen können.
Es folgt eine Kurzbeschreibung mit weiteren Fotos:
Gleich am Haus auf einem Haufen Baustellensand hat sich erfolgreich vor drei Jahren ein Guavenbaum (Psidium guajava) entwickelt der nun in diesem Jahr zum ersten Mal Früchte trägt.
Vor einigen Tagen habe ich auf diesem Baum eine Schmetterlingsraupe entdeckt, die die Blätter stark dezimierte. An einem Tag wurden drei große Blätter gefressen. Nach Recherche konnte ich die Art als Megalopygne lanata (Stoll, 1780) identifizieren. Die Raupe besitzt sehr lange Borsten (Setae), die zu schweren Hautverbrennungen führen können.
Es folgt eine Kurzbeschreibung mit weiteren Fotos:
Freitag, 11. April 2014
Canaima (2/3) - Flug und Ausflug in die Lagune 16.02.2014-17.02.2014
Aktualisiert: 11.04.2014
Ich war einen Tag vor dem Flug mit dem Bus nach Ciudad Bolivar angereist, war um sieben Uhr morgens angekommen. Bis meine Freunde aus Puerto Ordaz nach Ciudad Bolivar kamen, musste ich noch bis zum Nachmittag warten.
Im Internet hatte ich von dem historischen Zentrum Ciudad Bolivars gelesen und eine Posada im kolonialen Stil herausgesucht. Dorthin ließ ich mich mit einem Taxi fahren und fragte, ob ich dort meine Sachen für ein paar Stunden lassen konnte und auf die Toilette gehen könnte. Das ging. Die "Posada Don Carlos" liegt in der "Calle Boyaca", die parallel zur Plaza Bolivar verläuft.
Es war Sonntag und totenstill, kaum Menschen auf der Straße kein Geschäft war offen, Restaurants und Cafés inklusive. So bin ich ein bisschen durch das Zentrum gelaufen.
Ich war einen Tag vor dem Flug mit dem Bus nach Ciudad Bolivar angereist, war um sieben Uhr morgens angekommen. Bis meine Freunde aus Puerto Ordaz nach Ciudad Bolivar kamen, musste ich noch bis zum Nachmittag warten.
| Stadtverwaltung |
Es war Sonntag und totenstill, kaum Menschen auf der Straße kein Geschäft war offen, Restaurants und Cafés inklusive. So bin ich ein bisschen durch das Zentrum gelaufen.
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Mittwoch, 12. Februar 2014
Honigbeere, Quenepa, Dotterknippe - Melicoccus bijugatus - Mamón, Mamoncillo
Aktualisiert: 12.02.2014
Die Zeit Mamón zu Essen, ist hier in Venezuela im Juli-August. Auf den Straßen und an den Ecken stehen Verkäufer, die Bündel mit Mamón (in Kolumbien "Mamoncillo" genannt) anbieten. Die Frucht hat eine grüne, derbe Schale, die sich aber mit den Zähnen leicht knacken lässt und einen mit wenig, aber süßem, etwas adstringierenden Fruchtfleisch umhüllten Kern freigibt. Dieses Fruchtfleisch wird gelutscht und der Saft dabei eingesaugt, das Fruchtfleisch besteht aus feinen Fasern, die den Saft halten. Wenn die Frucht noch nicht ganz reif ist, schmeckt sie sauer. Die braunen Flecken vom Fruchtsaft sind allerdings extrem schlecht aus der Kleidung zu entfernen. Man kann sie nur mit Gallseife etwas lösen, danach mit "Vanish blanco total" und "Nevex" lange einweichen, nochmal versuchen die Flecken per Hand auszureiben. Bleiben geringe Spuren, darf man nicht den Fehler machen mit Chlor diese weiter zu bleichen, die Flecken kommen zurück und man kann die Prozedur mit den zuvor angegebenen Chemikalien wiederholen. Im Ernst, die Flecken sind extrem schlecht zu entfernen. Also besser beim Verzehr ein altes, dunkles T-Shirt anziehen.
| Verkaufsgebinde |
Es folgt der Steckbrief:
Freitag, 22. März 2013
Mango - Mangifera indica - Mango
Aktualisiert 21.02.2015
Über dem Haus in dem ich wohne spendet ein riesiger Mangobaum (Mangifera indica) Schatten. An seinem Stamm haben sich Termiten (Isoptera) und Ameisen (Formicidae) angesiedelt, die ab und dazu dafür sorgen, das ausgehöhlte und trockene Äste aufs Dach fallen. Wenn die Mangos reif sind und auch schon vorher, rummst es ständig. Da der Baum sehr hoch ist schlagen die Mangos Löcher in die Dachpappe.
Im letzten Jahr habe ich mit einem Apfelpflücker die erreichbaren Früchte geernet. Eines Tages sahen mich zwei große Augen dabei an, es war eine junge Beutelratte (Didelphidae) (in Venezuela gibt es mehrere Gattungen und Arten), das sich auch gerade an die von mir ausgewählte Frucht heranmachen wollte. Diese Tiere sind eigentlich nachtaktiv und so hört man ab und zu nachts ein Gepolter vom Dach, die Hunde bellen.
Tagsüber fressen viele Vögel im Baum, so dass manchmal nur eine ausgefressene Schale mit einem abgenagten Stein runterfällt oder man Mangos pflückt, die Fraßlöchern haben.
Vor 15 Jahren noch kam eine kleine Familie Brüllaffen (Aluatta seniculus arctoidea) aus den Bergen hinunter um in den Mangobäumen in Mariara zu fressen. Ich habe Videoaufzeichnungen davon gesehen. Mir wurde von den Nachbarn erzählt, dass Jugendlichen das Weibchen getötet um es zu essen. Danach sind nie wieder Affen aus dem Henri Pittier Nationalpark zu den Mangos gekommen.
Humboldt erwähnt den Mangobaum so:
Die Guaraünos oder Gu-ara-unu [Warao], fast alle frei und unabhängig, leben zerstreut im Delta des Orinoco, dessen mannigfach verästelte Kanäle ihnen allein genau bekannt sind. Die Cariben nennen die Guaraünos U-ara-u. Ihre Unabhängigkeit verdanken sie der Natur ihres Landes; denn die Missionare fühlten trotz ihres Eifers keine Lust, ihnen auf die Gipfel der Bäume zu folgen. Es ist bekannt, daß die Guaraünos, damit ihre Wohnungen zur Zeit der großen Überschwemmungen von der Wasserfläche nicht erreicht werden, auf abgehauene Stämme des Mangobaums [Mangifera indica] und der Mauritiapalme [Mauritia flexuosa] bauen.
[Beck, Hanno (Hrsg.) (2008): Alexander v. Humboldt - Werke. Darmstädter Ausgabe, 7 Bde. in 10 Tl.Bnd., ISBN 978-3534196913, Band II-1, Kapitel IX, S. 335 [de]]
Um den Herrn Bonpland keinem gefährlichen Rückfall [Malaria] auszusetzen, faßten wir den Entschluß, bis zum 10. Juli [1800] in Angostura [heute Ciudad Bolivar] zu verweilen. Einen Teil dieser Zeit brachten wir in einer benachbarten Pflanzung zu, wo Mango- und Brotfruchtbäume [Artocarpus incisa] gezogen werden.
[Beck, Hanno (Hrsg.) (2008): Alexander v. Humboldt - Werke. Darmstädter Ausgabe, 7 Bde. in 10 Tl.Bnd., ISBN 978-3534196913, Band II-3, Kapitel XXIV, S. 164 [de]]
Es folgt der Steckbrief:
Über dem Haus in dem ich wohne spendet ein riesiger Mangobaum (Mangifera indica) Schatten. An seinem Stamm haben sich Termiten (Isoptera) und Ameisen (Formicidae) angesiedelt, die ab und dazu dafür sorgen, das ausgehöhlte und trockene Äste aufs Dach fallen. Wenn die Mangos reif sind und auch schon vorher, rummst es ständig. Da der Baum sehr hoch ist schlagen die Mangos Löcher in die Dachpappe.
Im letzten Jahr habe ich mit einem Apfelpflücker die erreichbaren Früchte geernet. Eines Tages sahen mich zwei große Augen dabei an, es war eine junge Beutelratte (Didelphidae) (in Venezuela gibt es mehrere Gattungen und Arten), das sich auch gerade an die von mir ausgewählte Frucht heranmachen wollte. Diese Tiere sind eigentlich nachtaktiv und so hört man ab und zu nachts ein Gepolter vom Dach, die Hunde bellen.
Tagsüber fressen viele Vögel im Baum, so dass manchmal nur eine ausgefressene Schale mit einem abgenagten Stein runterfällt oder man Mangos pflückt, die Fraßlöchern haben.
| frische, reife Mangos (2012) |
Vor 15 Jahren noch kam eine kleine Familie Brüllaffen (Aluatta seniculus arctoidea) aus den Bergen hinunter um in den Mangobäumen in Mariara zu fressen. Ich habe Videoaufzeichnungen davon gesehen. Mir wurde von den Nachbarn erzählt, dass Jugendlichen das Weibchen getötet um es zu essen. Danach sind nie wieder Affen aus dem Henri Pittier Nationalpark zu den Mangos gekommen.
| Schatten spendender Mangobaum (2012) |
Die Guaraünos oder Gu-ara-unu [Warao], fast alle frei und unabhängig, leben zerstreut im Delta des Orinoco, dessen mannigfach verästelte Kanäle ihnen allein genau bekannt sind. Die Cariben nennen die Guaraünos U-ara-u. Ihre Unabhängigkeit verdanken sie der Natur ihres Landes; denn die Missionare fühlten trotz ihres Eifers keine Lust, ihnen auf die Gipfel der Bäume zu folgen. Es ist bekannt, daß die Guaraünos, damit ihre Wohnungen zur Zeit der großen Überschwemmungen von der Wasserfläche nicht erreicht werden, auf abgehauene Stämme des Mangobaums [Mangifera indica] und der Mauritiapalme [Mauritia flexuosa] bauen.
[Beck, Hanno (Hrsg.) (2008): Alexander v. Humboldt - Werke. Darmstädter Ausgabe, 7 Bde. in 10 Tl.Bnd., ISBN 978-3534196913, Band II-1, Kapitel IX, S. 335 [de]]
Um den Herrn Bonpland keinem gefährlichen Rückfall [Malaria] auszusetzen, faßten wir den Entschluß, bis zum 10. Juli [1800] in Angostura [heute Ciudad Bolivar] zu verweilen. Einen Teil dieser Zeit brachten wir in einer benachbarten Pflanzung zu, wo Mango- und Brotfruchtbäume [Artocarpus incisa] gezogen werden.
[Beck, Hanno (Hrsg.) (2008): Alexander v. Humboldt - Werke. Darmstädter Ausgabe, 7 Bde. in 10 Tl.Bnd., ISBN 978-3534196913, Band II-3, Kapitel XXIV, S. 164 [de]]
Es folgt der Steckbrief:
Sonntag, 17. März 2013
Königinblume - Lagerstroemia speciosa - Flor de la Reina
Aktualisiert: 17.03.2013
Gerade blüht gegenüber beim Nachbar dieser schöne Baum der seltsamerweise Königinblume auf deutsch heißt. Er ist im Vergleich zu den anderen Bäumen hier nicht ganz so hoch und am Anfang dachte ich die Blüten würden von einer Schlingpflanze herrühren. Er wird rein zur Dekoration und als Schattenspender angepflanzt.
Es folgt der Steckbrief:
Gerade blüht gegenüber beim Nachbar dieser schöne Baum der seltsamerweise Königinblume auf deutsch heißt. Er ist im Vergleich zu den anderen Bäumen hier nicht ganz so hoch und am Anfang dachte ich die Blüten würden von einer Schlingpflanze herrühren. Er wird rein zur Dekoration und als Schattenspender angepflanzt.
| Lagerstroemia speciosa |
Es folgt der Steckbrief:
Donnerstag, 21. Februar 2013
Kaugummibaum - Manilkara zapota - Nispero
Aktualisiert: 21.02.2013
Gerade werden die Nispero im Hinterhof wieder reif. Leider ist der Baum so groß, dass man die Früchte kaum pflücken kann, weil man sie selbst mit einem Apfelpflücker nicht hinauf reichen kann. Sind sie so reif dass sie von selbst nach unten fallen, zerplatzen sie oder die beiden Hunde fressen sie sofort auf. Beim Pflücken von noch festen Früchten fließt reichlich weißer, sehr klebriger Latexsaft. Die Früchte sind sehr süß.
Manilkara zapota
Syn: Manilkara achras, Achras sapota und viele mehr (1)
Stamm: Magnoliophyta
Klasse: Magnoliopsida
Überordnung: Asteranae
Ordnung: Ericales (Heidekrautartige)
Familie: Sapotaceae (Sapotengewächse)
Unterfamilie: Sapotoideae
Tribus: Sapoteae
Spanisch: Níspero, Chicle,(3) Chico, Chicozapote(6), [Zapote*]2
Englisch: Chicle, Naseberry, sapote(3), sapodilla(2),(3)
Deutsch: Breiapfelbaum1, (3), Sapote1, (3), Kaugummibaum, Sapodillbaum(3)
Portugiesisch: Sapoti6 , Sapota, Sapotilha(6)
Französisch: Sapotier, Sapotillier (3),(6)
[*Zapote vergleiche auch Zapote mamey = Pouteria sapota; Zapote verde = Pouteria viridis; Zapote de monte = Pouteria hypoglauca; Zapote andino, Zapote colobiano = Quararibea cordata]
Ja so ist das mit den Vulgärnamen, nicht sehr exakt.
Gerade werden die Nispero im Hinterhof wieder reif. Leider ist der Baum so groß, dass man die Früchte kaum pflücken kann, weil man sie selbst mit einem Apfelpflücker nicht hinauf reichen kann. Sind sie so reif dass sie von selbst nach unten fallen, zerplatzen sie oder die beiden Hunde fressen sie sofort auf. Beim Pflücken von noch festen Früchten fließt reichlich weißer, sehr klebriger Latexsaft. Die Früchte sind sehr süß.
| Nispero-Baum |
Manilkara zapota
Syn: Manilkara achras, Achras sapota und viele mehr (1)
Stamm: Magnoliophyta
Klasse: Magnoliopsida
Überordnung: Asteranae
Ordnung: Ericales (Heidekrautartige)
Familie: Sapotaceae (Sapotengewächse)
Unterfamilie: Sapotoideae
Tribus: Sapoteae
Spanisch: Níspero, Chicle,(3) Chico, Chicozapote(6), [Zapote*]2
Englisch: Chicle, Naseberry, sapote(3), sapodilla(2),(3)
Deutsch: Breiapfelbaum1, (3), Sapote1, (3), Kaugummibaum, Sapodillbaum(3)
Portugiesisch: Sapoti6 , Sapota, Sapotilha(6)
Französisch: Sapotier, Sapotillier (3),(6)
[*Zapote vergleiche auch Zapote mamey = Pouteria sapota; Zapote verde = Pouteria viridis; Zapote de monte = Pouteria hypoglauca; Zapote andino, Zapote colobiano = Quararibea cordata]
Ja so ist das mit den Vulgärnamen, nicht sehr exakt.
| Frucht vertikal geschnitten |
Freitag, 1. Februar 2013
Pampelmuse - Citrus maxima - Pomelo, Toronja
Aktualisiert: 30.03.2016
Hinterm Haus steht ein Baum mit Toronja, der gerade unglaublich viele Früchte trägt. Pampelmuse möchte ich die Früchte nicht nennen, denn sie sind größer und sehen mir eher nach den Pomelos aus, die inzwischen in Deutschland angeboten werden. Am Baum und gepflückt duften sie sehr angenehm, aber das Fleisch ist doch etwas bitter und mit sehr vielen Kernen behaftet, also auch nicht so wie die in Deutschland vermarkteten Pomelos. Die taxonomische Welt der Zitrusfrüchte ist ohnehin sehr undurchschaubar. Viele Citrus-Arten wurden gekreuzt und es gibt unendlich viele Sorten. Eine gute und ausführliche Abhandlung über die Systematik der Zitrusfrüchte hält Wikipedia bereit.
Nachfolgend der Steckbrief:
Hinterm Haus steht ein Baum mit Toronja, der gerade unglaublich viele Früchte trägt. Pampelmuse möchte ich die Früchte nicht nennen, denn sie sind größer und sehen mir eher nach den Pomelos aus, die inzwischen in Deutschland angeboten werden. Am Baum und gepflückt duften sie sehr angenehm, aber das Fleisch ist doch etwas bitter und mit sehr vielen Kernen behaftet, also auch nicht so wie die in Deutschland vermarkteten Pomelos. Die taxonomische Welt der Zitrusfrüchte ist ohnehin sehr undurchschaubar. Viele Citrus-Arten wurden gekreuzt und es gibt unendlich viele Sorten. Eine gute und ausführliche Abhandlung über die Systematik der Zitrusfrüchte hält Wikipedia bereit.
| Frucht der Toronja |
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Steckbrief
Sonntag, 29. Juli 2012
Tonkabohne - Dipteryx odorata - Sarrapia
Aktualisiert 13.08.2012
In Deutschland habe ich eine kleine Dose mit Tonka beans gekauft. Ich bin immer neugierig auf neue Gewürze. Die Dose kam aus Frankreich und enthielt kleine, längliche Samen. Sie rochen unglaublich gut und intensiv nach Vanille mit einem kleinen Einfluss von Mandel: hypnotisch. Auf dem Aufkleber konnte ich entnehmen, dass die Samen aus Guayana kamen. Guayana ist ja nun gleich neben dem Delta Amacuro, eine meiner Lieblingsecken in Venezuela. Relativ schnell habe ich den wissenschaftlichen Namen Dipteryx odorata herausgefunden, dann aber nicht mehr viel. Es handelt sich um einen Baum, dessen Holz vermarktet wird. Über die Samen und die Verarbeitung fand ich nicht viel, nur dass die Samen eine Zeit in Rum oder Alkohol gelassen werde um das Kumarin, das sie enthalten auszulösen. Es kristalliert dann beim nachfolgenden Trocknungsprozess außen an den Samen. Das Kumarin ist für das Aroma verantwortlich, aber in großen Mengen eingenommen giftig. Daher war es einige Jahre in Europa nicht käuflich.
Als ich meinen guten Freund im Delta besucht habe, hatte ich einige dieser Samen im Gepäck. Er kannte sie zunächst auch nicht, hat aber so viel Kontakte, dass ich bei einem späteren Besuch eine kleine Tüte mit pelzigen, schon ein wenig getrockneten Früchten des Sarrapiabaumes bekam. Er selbst behielt sich auch Früchte der Sarrapia. Leider habe ich bisher den Baum selbst noch nicht zu Gesicht bekommen.
In Deutschland habe ich eine kleine Dose mit Tonka beans gekauft. Ich bin immer neugierig auf neue Gewürze. Die Dose kam aus Frankreich und enthielt kleine, längliche Samen. Sie rochen unglaublich gut und intensiv nach Vanille mit einem kleinen Einfluss von Mandel: hypnotisch. Auf dem Aufkleber konnte ich entnehmen, dass die Samen aus Guayana kamen. Guayana ist ja nun gleich neben dem Delta Amacuro, eine meiner Lieblingsecken in Venezuela. Relativ schnell habe ich den wissenschaftlichen Namen Dipteryx odorata herausgefunden, dann aber nicht mehr viel. Es handelt sich um einen Baum, dessen Holz vermarktet wird. Über die Samen und die Verarbeitung fand ich nicht viel, nur dass die Samen eine Zeit in Rum oder Alkohol gelassen werde um das Kumarin, das sie enthalten auszulösen. Es kristalliert dann beim nachfolgenden Trocknungsprozess außen an den Samen. Das Kumarin ist für das Aroma verantwortlich, aber in großen Mengen eingenommen giftig. Daher war es einige Jahre in Europa nicht käuflich.
| gekaufte Tonka beans |
Als ich meinen guten Freund im Delta besucht habe, hatte ich einige dieser Samen im Gepäck. Er kannte sie zunächst auch nicht, hat aber so viel Kontakte, dass ich bei einem späteren Besuch eine kleine Tüte mit pelzigen, schon ein wenig getrockneten Früchten des Sarrapiabaumes bekam. Er selbst behielt sich auch Früchte der Sarrapia. Leider habe ich bisher den Baum selbst noch nicht zu Gesicht bekommen.
| Sarrapia-Frucht (trocken) |
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