Allgemein
Ungeziefer wird hier allgemein "
Bichos"(nur Insekten) oder "
La Plaga" genannt.
Das kann alles von Kakerlaken = "Cucaracha" (
Blatta orientalis), Fliegen = "Moscas", Stechmücken = "Zancudos", Kriebelmücken = "Jejenes", Ameisen = "Hormigas, Bachacos" und auch Ratten = "Rata" sein.
Sie werden zur Plage wenn sie gehäuft auftreten und das tun sie häufig. Weiter unten gebe ich einige Informationen als Steckbriefe an. Das
kann nur eine Auswahl sein. Es sind fast eine Millionen
Insekten-Arten beschrieben und es wird vermutet, dass noch Millionen unentdeckte Arten in den Regenwäldern existieren. Ich kann hier also nur einen kleinen Exkurs in das Thema anbieten.
In der Regel sind
Stechmücken angriffslustiger wenn man gerade frisch und bleich eingeflogen ist. Hat man sich akklimatisiert und etwas gebräunt, wird die Haut dicker und die Angriffe geringer. Vorsicht an
Gewässern [Weißwasserflüsse schlimmer als Schwarzwasserflüsse], in feuchter Umgebung, Badezimmern, Waschküchen, Küchen. Stechmücken an schnell fließende Gewässer sind weniger häufig als an stehendem Gewässer. Es ist eher schlimmer in
dunklen Ecken als an sonnigen Stellen. Das CO2 das wir ausatmen zieht sie an, daher funktioniert die Falle ganz gut (siehe unten). Schweißiger
Körpergeruch zieht sie an. Aber auch wenn man frisch gebadet sich am Flussufer abtrocknet kann man ganz schnell überfallen werden. Gegen
späten Nachmittag und Abend wechseln sich die einzelnen Arten dann ab und atakieren stärker. Nach einiger Zeit weiß man wo und wann man sich lieber einkremt oder besprüht und wann man auch ohne Chemie unterwegs sein kann. Ein Ventilator hilft ein wenig.
Achtung, jede kleinste Wasserpfütze (in alte Reifen, vergessenen Eimern, nicht abgedecktem Wassertank u.s.w. ), kann als
Brutstätte von Stechmücken herhalten. Neigt man sich über einen dieser befallenen Behälter kann man sehen wie die Larven, die gerade noch an der Wasseroberfläche angeheftet waren, sich schnell in die Tiefe sinken lassen. Es reicht aus einen Wassertank mit der gleichen Gaze wie dem des Moskitonetzes abzudecken um die "Zucht" zu verhindern.
Humbold schrieb:
Der 4. April [1800]
war der letzte Tag, den wir auf dem Río Apure [
Ursprung,
Mündung]
zubrachten. Der Pflanzenwuchs seiner Gestade wurde immer einförmiger. Seit ein paar Tagen, vorzüglich von der Mission Arichuna [
es]
an, fingen wir an, durch Insektenstiche im Gesicht und an den Händen grausam gequält zu werden. Es waren nicht mosquitos, die das Aussehen von kleinen Fliegen oder Simulies haben, sondern zancudos, die wahre Schnaken und von unseren Culex pipiens völlig verschieden sind. Diese stechenden Insekten kommen erst nach Sonnenuntergang zum Vorschein; ihr Saugrüssel ist dermaßen lang, daß sie damit die Hängematte und dichte Kleidung durchdringen, wenn sie sich auf deren Unterseite setzen.[...]
Die Kanus sind zu eng und zu voll von zancudos, um die Nacht darin zu verbringen. [...]
[Darmstädter Ausgabe, Band II-2, Kap. 18, S.189]
Jedes Tier hat aber eben auch seine Vor- und Nachteile. Die Regenbogenboa (
Epicrates cenchria), die ich letztes Jahr in der Regenzeit im Hinterhof traf frißt Ratten und Mäuse, die Ratten und Mäuse, die sich im Waschhaus eingenistet haben fressen die Kakerlaken.
Was kann man dagegen tun?
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